Die Herbst- und Wintertrends Leder und Fransen

Das weiche, glänzende Material ist ja an sich bereits als Klassiker zu bezeichnen: Leder ist aus dem Modealltag kaum wegzudenken. Haptisch an gutem Gefühl kaum zu übertreffen, kann das schöne Material auch optisch überzeugen und macht im Handumdrehen aus jedem Outfit einen lässigen Look mit sinnlichem Touch. Stark und unabhängig wirkt Frau darin.

Hau(p)tsache Leder

Die Designer möchten uns in diesem Modeherbst und –winter am liebsten von Kopf bis Fuß in edles, glattes Leder hüllen. Dabei ist die Bandbreite der Verarbeitung groß: von wattiert über plissiert bis hin zu reduzierten Schnitten, die das Material in den Vordergrund stellen, gibt es alles.

Schwarzes Leder wählt, wer den sinnlichen Aspekt betonen möchte, Braun als neue Trendfarbe lässt Leder besonders edel und wertig wirken und farbige Varianten wie Brombeere oder Grün lassen die Trägerin besonders modisch erscheinen. Die Moderegel lautet in jedem Fall: Egal, in welchen Schnitten, Verarbeitungen oder Farben sich Leder präsentiert – Hauptsache es wird von Kopf bis Fuß getragen. Wem das zu plakativ ist, der greift zu dem anschmiegsamen Material in Kombination mit raueren Oberflächen und kombiniert Leder mit Strick, Schurwolle oder Denim.

Echt jetzt…

Es ist schon mehr als ein Trend im Trend: Vegane Varianten gewinnen immer mehr an Bedeutung und schonen Tierwelt und Geldbörse gleichermaßen. Wobei der Spargedanke nicht immer umsetzbar ist, denn auch die bekannten Modedesigner denken um und kreieren Luxusteile in Kunstleder. Spätestens damit ist das Billigimage dieses Materials passé.

Allerdings liegt das auch an den neuen, qualitativ hochwertigen Materialien: Mindestens so anschmiegsam und weich wie der „echte“ große Bruder und dabei äußerst pflegeleicht (meist waschbar) und sehr angenehm zu tragen. Auch ausgefallene Designdetails lassen sich mit dem neuen, veganen Leder oft besser umsetzen, als mit echter Tierhaut. So avancieren Teile in Kunstleder mit Applikationen, aus Plissee oder mit akkuraten Bügelfalten gleichermaßen zum Saisonliebling der Designer wie der Trägerinnen. Nicht immer ist dabei Kunstleder aus Kunststoff gefertigt. In letzter Zeit kommen immer weitere interessante Materialien auf den Markt: Abfälle aus der Obstverarbeitung werden zu Lederstoffen genauso verarbeitet, wie Kork und Papier.

Sinnliche Stärke

Wenn Leder immer ein wenig subtil-sexy wirkt, so ist es bei Lack und Latex mit der unterschwelligen Wirkung vorbei: Sexy und stark kommt die modische Frau in diesen hochglänzenden Trendmaterialien daher. Ein wenig Selbstbewusstsein ist da schon gefragt! Und vielleicht auch ein bisschen Humor, so dürften es sich zumindest die Modekreativen gedacht haben, als sie Lacklederjacken mit extra breiten Schultern als alltagstaugliche Teile für den Modeherbst präsentiert haben.

In Sachen Sinnlichkeit wird uns übrigens diese Saison viel geboten: Nicht nur Leder, Lack & Co soll uns verführen, auch teiltransparente Teile und neue, feminine, weil taillierte Silhouetten lassen die Trägerin verführerisch wirken, ohne zu viel Haut zu zeigen. Auch fließende Satin- und Seidenstoffe zu zarten Tops, Kleidern oder Röcken verarbeitet betonen diese neue Sinnlichkeit. Elegant-glänzende Bindejacken, verführerische Spitzentops und fließende Seidenhosen sind gleichermaßen in den eigenen vier Wänden oder – in Kombination mit schlichten Basisteilen – auch draußen zu tragen. Das Ganze wird übrigens nicht nur in sinnlichem Schwarz, sondern auch in zarten Pudertönen perfekt umgesetzt.

Überall dran: Fransen

Aber vielleicht erscheint ja ein weiterer Trend mit Witz und Charme für Sie persönlich besser tragbar? Viele modische Kleidungsstücke glänzen jetzt nämlich mit einem dynamischen Detail: Es wird fransig – egal, ob auf schlichten Rocksäumen, an lässigen Jackenärmeln, kuscheligen Mänteln oder sexy Tops. Die frechen Fäden baumeln kurz oder lang, schmal oder breit an mindestens einem Kleidungsstück oder zumindest an der begleitenden Tasche.

Die Accessoires in fransiger Ausführung zu wählen, ist dabei vielleicht die etwas alltagstauglichere Variante gegenüber den eventuell logistisch störenden Fransenärmeln im Büro. Auf jeden Fall peppen die schwingenden Details jedes dezente Outfit auf und sorgen dafür, dass Bewegung in die Sache kommt!

Wildleder reinigen: Die besten Pflegetipps für Kleidung und Schuhe

Wildleder reinigen: Die besten Pflegetipps für Kleidung und Schuhe

Kleidung und Schuhe aus Wildleder gehören zu den absoluten Must-haves in der kalten Jahreszeit. Doch wie pflegt man das Wildleder richtig? Die wichtigsten Pflegetipps und welche Hausmittel bei der Reinigung von Wildleder helfen können, erfahrt ihr hier.

Ob Jacken, Hosen oder Röcke aus Wildleder, Wildlederschuhe oder gar Taschen – Wildleder (engl. „suede“) oder auch häufig Veloursleder genannt, ist ein sehr beliebtes Material. Gerade im Herbst und Winter zählen Pieces aus rauem Leder zu den absoluten Lieblingen im Kleiderschrank. Denn das Material wärmt, fühlt sich schön weich an und sieht dabei auch noch extrem edel aus.

Das Problem: Wildleder ist leider sehr sensibel und anfällig für Flecken. Besonders empfindlich reagiert das Naturprodukt auf Nässe in jeglicher Form. Gerade aber Herbst und Winter kommen meist mit Regen, Schnee und Matsch daher. Und das hinterlässt unschöne Spuren auf dem Material, die nicht immer ganz einfach zu entfernen sind.

Wir zeigen euch, wie ihr Wildleder richtig reinigt, welche Hausmittel am besten wirken und was ihr sonst noch bei der Wildlederpflege beachten müsst.

Wichtig vor dem ersten Tragen: Wildleder imprägnieren!

Da Wildleder ziemlich empfindlich auf Schmutz und vor allem Nässe reagiert, solltet ihr neue Pieces – gerade Schuhe – vor dem Tragen immer zunächst einmal imprägnieren. Das schützt das Material vor Feuchtigkeit und verhindert, dass hartnäckige Verschmutzungen haften bleiben.

Imprägniersprays gibt es im Schuhgeschäft, in Drogeriemärkten und sollten immer genau nach Bedienungsanleitung angewendet werden. Wählt am besten ein farbloses Spray, damit keine Verfärbungen entstehen.

Hinweis: Grundsätzlich sollte Wildleder nach jeder Reinigung erneut imprägniert werden, um den Schutz aufrecht zu erhalten.

Übrigens: Wildleder wird umgangssprachlich oft auch als Veloursleder bezeichnet. Bei Wildleder handelt es sich um das Leder aus der Haut von Tieren wie Hirschen, Rehen, Elchen, Kängurus oder Antilopen. Es kommt aber auch vor, dass für Wildlederschuhe oder -kleidung die Haut von Rindern und Schweinen verwendet wird.

Veloursleder hingegen ist ein Überbegriff für raue und samtige Lederarten. Der Begriff „velours“ stammt aus dem Französischen und wird mit „Samt“ übersetzt.

Flecken aus Wildleder entfernen: Diese Hausmittel helfen

Mittlerweile gibt es so gut wie für jedes Fleckenproblem das passende Hausmittel. Das gilt auch für Flecken auf Wildlederkleidung, -schuhen und -taschen. Welches Hausmittel das richtige ist, hängt ganz davon ab, um welche Art von Fleck es sich handelt. Grundsätzlich gilt: Je eher Flecken auf dem rauen Material behandelt werden, umso leichter lassen sie sich vollständig entfernen.

Wichtig: Hausmittel sollten vorher immer an einer kleinen, unauffälligen Stelle getestet werden, um zu verhindern, dass das Material beschädigt wird. Wer auf Nummer sicher gehen will, bringt seine Lieblinge aus Rauleder lieber in eine professionelle Reinigung.

Wasserflecken auf Wildleder entfernen

Leider hinterlässt Wasser auf Wildleder schnell unschöne Flecken. Doch es gibt ein paar Tipps, wie ihr Wasserflecken auf Schuhen, Jacken und Co. rückstandslos entfernen könnt.

Frische Wasserflecken sollten so schnell wie möglich mit einem trockenen, sauberen Tuch (alternativ geht auch Küchenpapier) abgetupft werden, um die überschüssige Feuchtigkeit aus dem Leder abzutragen.

Eingetrockneten Wasserrändern könnt ihr mit noch mehr Wasser zu Leibe rücken. Ja, richtig gehört. Reibt ihr das komplette Material mit einem feuchten, sauberen Tuch vorsichtig in kreisenden Bewegungen ab, verschwinden in der Regel die ursprünglichen Wasserränder.

Vorsicht bei Wildlederschuhen. Die können beim Trocknen nämlich schnell verformen. Um das zu vermeiden, solltet ihr die Schuhe mit etwas (Zeitungs-) Papier ausstopfen oder einen Schuhspanner einlegen.

Und: Wildleder niemals direkt in der prallen Sonne oder auf der Heizung trocknen lassen. Dadurch wird das Material spröde und verblasst. Nach dem Trocknen sollten die Pieces aus Wildleder mit einer weichen Bürste bearbeitet werden. Und anschließend neu imprägniert werden.

Zwiebel gegen Schneeränder auf Wildleder

Wer mit Wildlederschuhen schon einmal im Schnee unterwegs war, kennt das Problem, dass sich schnell unschöne Schneeränder auf dem Schuh bilden. Doch auch die lassen sich meist wieder entfernen, nämlich mit einer rohen Zwiebel oder Zitrone.

Reibt die betroffenen Stellen vorsichtig mit der rohen Zwiebel bzw. Zitrone ein. Danach mit klarem Wasser und eventuell etwas mildem Shampoonachbehandeln. Abschließend das Material gut trocknen lassen.

Salzränder lassen sich außerdem auch mit einem speziellen Wildlederradierer entfernen.

Fettflecken aus Wildleder mit Backpulver entfernen

Auf eurem Wildlederteil ist Fett gelandet? Dann legt sofort ein Stück Küchenpapier auf den Fleck (nicht drücken!), um das Fett aufzusaugen.

Ist der Fettfleck schon eingetrocknet, kann Speisestärke (auch Kartoffelmehl und Backpulver) helfen. Bestäubt die betroffene Stelle mit der Stärke und lasst es für etwa 30 Minuten einwirken. Anschließend das Hausmittel vorsichtig abbürsten. Sollte der Fettfleck nicht komplett verschwunden sein, könnt ihr den Vorgang mehrmals wiederholen.

Ähnlich wie Speisestärke löst auch Trockenshampoo oder Babypuder das Fett. Ist das Leder dunkel, solltet ihr Trockenshampoo für dunkle Haare verwenden. Bei hellen Flecken greift ihr zum Produkt für blonde Haare.

Fettflecken von Wildleder können mit Speisestärke entfernt werden

Lesetipp: Flecken entfernen mit Hausmitteln: Geniale Fleck-Weg-Tricks

Kaffee-, Tee- oder Saftflecken mit Essig entfernen

Essig ist ein wahrer Allrounder. Er wird gerne zur Reinigung im Haushalt, aber auch bei unterschiedlichen Fleckenproblemen eingesetzt. Ist zum Beispiel Tee, Saft oder Kaffee auf eurer Wildlederkleidung gelandet, dann solltet ihr zu Essiggreifen: Etwas Essig auf ein weiches Baumwolltuch geben und damit vorsichtig den Fleck abreiben. Die nasse Stelle anschließend mit einem anderen Baumwolltuch behandeln, alles gut trocknen lassen und anschließend Rauleder mit einer Bürste bearbeiten.

Bevor ihr loslegt, solltet der Essig allerdings zunächst an einer unauffälligen Stelle getestet werden, denn das beliebte Hausmittel kann Verfärbungen verursachen. Aus diesem Grund wird Essig auch gerne bei hellem Wildleder eingesetzt.

Trockene Flecken aus Veloursleder entfernen

Trockene Flecken auf Wildleder lassen sich am besten mit einem speziellen Lederradierer oder einer Lederbürste entfernen. Extra-Tipp: Besonders gut entfernen lassen sich die eingetrockneten Flecken, wenn ihr vor der Behandlung mit dem Radiergummi den Fleck mit der Innenseite einer nicht mehr ganz frischen Brotrinde bestreicht.

Spülmittel bei sehr hartnäckigen Flecken

Helfen die Hausmittel nicht und es handelt sich um wirklich hartnäckige Flecken, dann solltet ihr zu Spülmittel oder Feinwaschmittel greifen, um den Verschmutzungen zu Leibe zu rücken. Spüli und Waschmittel machen außerdem Sinn, wenn eine große Fläche des Wildleders verschmutzt ist.

Einfach etwas Spülmittel bzw. Feinwaschmittel in lauwarmes Wasser geben und das Material vorsichtig mit der Lauge abwaschen. Anschließend noch einmal mit klarem Wasser drübergehen. Ihr könnt sehr dreckige Stellen auch mit Schmirgelpapier bearbeiten. Hier sollte man allerdings sehr behutsam vorgehen, um Beschädigungen zu vermeiden.

Spülmittel entfernt hartnäckige Flecken auf Wildleder

Kann ich Wildleder in der Waschmaschine reinigen?

Ihr wollt euer Kleidungsstück aus Wildleder in der Waschmaschine waschen? Dann solltet ihr vorab unbedingt einen Blick auf die Pflegehinweisen auf dem Herstelleretikett werfen. Lest dazu: Das bedeuten die Symbole auf dem Etikett.

In manchen Fällen darf das Rauleder tatsächlich in der Waschmaschinegereinigt werden. Aber nur im Schon- oder Handwaschgang der Waschmaschine. Außerdem gilt: Kleidungsstück auf links drehen, auf Waschmittel verzichten und nur Weichspüler verwenden, da diese rückfettend sind. Danach Wildleder mit Papier ausstopfen, gut trocknen lassen und mit einer Wildlederbürste aufrauen.

Grundsätzlich wird von einer Maschinenwäsche allerdings in der Regel abgeraten.

Wildlederschuhe reinigen: Schritt für Schritt Anleitung

1. Vor der Reinigung von Wildlederschuhen sollten diese von innen mit Papier oder Küchenkrepp ausgestopft oder mit Schuhspannern versehen werden, damit die Form erhalten wird.

2. Groben Schmutz nun mit einer Wildlederbürste (alternativ einer alten Zahnbürste) abbürsten. Dabei möglichst in Laufrichtung arbeiten und wenig Druck ausüben.

3. Nachdem der grobe Schmutz entfernt wurde, könnt ihr kleinere Flecken mit einem Wildlederradiergummi behandeln. Sind die Flecken noch sichtbar, können die verschmutzten Stellen mit einem feuchten Tuch vorsichtig abgerieben werden. Bei der Reinigung mit Wasser immer den ganzen Schuh behandeln, um unschöne Wasserränder zu vermeiden. Wer mag, kann auch zu Lederseife (hier von Amazon*) greifen. Die sorgt dafür, dass das Rauleder nach der Reinigung wieder nachfettet.

4. Nach der Reinigung Wildlederschuhe bei Raumtemperatur gut trocknen lassen. Sobald die Treter vollkommen getrocknet sind, sollten diese anschließend imprägniert werden.